Um den aktuellen und stetig wachsenden Anforderungen des Marktes Donaustauf gerecht zu werden, soll ein ebenso zeitgemäßes wie zeitloses Konzept zur Neugestaltung des gesamten Bildungs- und Erziehungsareals neue Perspektiven und Möglichkeiten schaffen. Als Grundlage der Gesamtkonzeption sieht die Planung einen vollständigen Neubau und den anschließenden Abbruch des bestehenden Schulgebäudes vor, um so vorhandenes städtebauliches Potential aktivieren und nutzen zu können. Das geplante Grundschulgebäude erstreckt sich über die Grundstücke mit den Flurnummern 436, 431 und 469. Die Haupterschließung des Geländes erfolgt über die Ludwigstraße, so dass eine direkte Anbindung an den bestehenden Nahverkehr geschaffen wird und Laufwege der Kinder im öffentlichen Bereich reduziert werden. Der Eingangsbereich wird über einen Vorplatz mit Bepflanzungen und integrierten Sitzgelegenheiten mit dem Kiss and Ride-Bereich verbunden und lässt so eine räumliche Abfolge vom öffentlichen Bereich bis zum Schulgebäude spürbar werden. Das Gebäude selbst wird über den zentralen Baukörper erschlossen, der im Erdgeschoss Bereiche der Gemeinschaft, wie Aula und Mehrzweckraum und im Obergeschoss einen Verwaltungstrakt beherbergt. Südlich sind die beiden Lernhäuser und der OGTS-Bereich als eingeschossige Baukörper angeschlossen, während im Norden die Sporthalle mit direkt angrenzenden Freisportflächen angegliedert wird. Die Erweiterung um einen Zug ist problemlos als Anschluss an das östliche Lernhaus auf dem Gelände des abzubrechenden Schulgebäudes möglich. Den Abschluss des Quartiers zur Jahnstraße hin bildet die neue Gemeindebibliothek mit angeschlossenen PKW-Stellplätzen, die über einen Weg vom rückwärtigen Eingang der Schule erschlossen werden können. Durch die städtebauliche Setzung der Baukörper wird ein nach außen klar definierter Raum erzeugt, während sich im inneren Bereich des Areals großzügige Freianlagen eröffnen und Raum für Entfaltung und Synergien zwischen den einzelnen Einrichtungen entstehen lassen. Der Pausenhof, der von drei Seiten durch die Schule eingefasst wird, öffnet sich in die Landschaft und läuft sanft in eine abwechslungsreich gestaltete Umgebung mit Kletterfelsen, bewegungsfördernder und altersgerechter Spielkombination, Sitzbereichen und üppiger Begrünung aus. Einzelne, locker verteilte Baumgruppen unterstützen als Klimawäldchen mit klimaresistenten Bäumen, darunter Eisenholzbäume, Hopfenbuchen und Silberlinden das Konzept eines ökologisch, zukunftsorientierten Schulgeländes. Durch die Abfolge von dicht stehenden Bäumen, freien Rasen- und Blühwiesenflächen und Spielbereichen entstehen differenzierte, spannende Blickwinkel und Bereiche, die über einen Weg aus Pflastersteinen im wilden Verband erkundet werden können. Der bestehende Schulgarten kann erhalten und durch die neu geschaffenen Platzverhältnisse auch erweitert werden. Weiterhin ist eine Verbindung mit dem direkt anliegenden Freibereich der Lernhäuser möglich, der als "grünes Klassenzimmer" genutzt werden kann. Der Außenbereich der OGTS, der unter anderem durch Seilzirkus, Ballspielplatz und eine schattenspende und vor Regen schützend gedeckte Pergola geprägt wird, liegt auf dem südwestlichen Teil des Geländes und ist somit vom Eingangsbereich gut zu erreichen. Durch die Lage der OGTS ist auch ein zusätzlicher, externer Eingang nahe der Straße für Anlieferungen aller Art, oder das Abholen der Kinder möglich. Den nördlichen Abschluss auf dem Grundstück bilden die Sportanlagen, die an der Nahtstelle zum angrenzenden FFH-Gebiet durch einen Bereich mit intensiver Begrünung als Vogelschutzhecke gekennzeichnet sind. Der ansteigende Hang bildet die natürliche Grundlage für die Anordnung von Sitzstufen als Vervollständigung des Außenbereichs Das Schulgebäude selbst könnte sich zeitgemäß in Klima- und Ressourcenbewusster Hybridbauweise präsentieren, da durch die Gebäudestruktur auch teilweise Ausführungen in Holzbauweise ohne weiteres möglich wären. Die großen Flachdachflächen des Baukörpers können mit extensiver oder intensiver Begrünung ausgeführt werden und bieten reichlich Raum für das Aufstellen etwaiger Photovoltaikanlagen, so dass ein nachhaltiges, zukunftsweisendes Gesamtkonzept ermöglicht wird.



